Der Stundenlohn für Maler liegt je nach Region zwischen 30 und 50 EUR, hinzu kommen die Materialkosten für Pinsel, Malerrollen etc. Die Farbe wird meistens vom Maler ausgesucht, da er am besten weiß, welche Farbe gut deckt und mit welcher Farbe er am besten arbeiten kann. Bei Malerarbeiten liegt der Preis pro Quadratmeter zwischen 5 und 10 Euro. Die ganze Wohnung streichen lassen kostet natürlich allein schon von der qm Wandfläche mehr, als wenn Sie den Maler für wenige Wände beauftragen.
Wände Streichen Kosten pro qm
In der folgenden Tabelle sind die Materialkosten bereits mit eingerechnet. Bei den Preisen handelt es sich zudem um einen einfachen Anstrich. Mehrere Anstriche, Musteranstrich sowie Grundierung etc. kosten extra.
Leistung
Preis
pro m²
5 – 10 €, abhängig von verwendeter Farbe
Wohnfläche bis 25 m²
150 bis 250 €
Wohnfläche bis 60 m²
600 – 700 €
Tapete entfernen
ca. 5 € pro m²
Sockelleisten streichen
ca. 5 € pro Meter
Tür streichen
70 – 90 € pro Tür
Fenster streichen
30 – 40 € pro Fenster
Wie berechnet sich die Quadratmeterfläche?
Die Preise in der Tabelle dienen zur ersten Orientierung, denn die meisten Malerfirmen berechnen den Preis für einen Anstrich nach der Quadratmeterzahl der zu streichenden Fläche, nicht nach der Wohnfläche. Dabei entspricht die Größe der Decke der Grundfläche der Wohnung. Die Fläche der Wände lässt sich ungefähr durch Multiplikation der Gesamtlänge aller Wände, multipliziert mit der Raumhöhe, abschätzen. Fenster und Türen, die eine Fläche von unter 2,5 m² (Lichtmaß) aufweisen, werden mit eingerechnet. Besitzen die Fenster links und rechts weitere Mauerflächen – die sogenannten Fensterlaibungen – werden diese Flächen unabhängig von der Größe der Öffnung bzw. Nische ebenfalls mit eingerechnet. Fenster und Türen mit einer jeweiligen Fläche von über 2,5 m² werden herausgerechnet, um auf die exakte Quadratmeterzahl zu kommen. Haben Sie also besonders große Fenster oder Türen, kann das die Kosten für einen Wandanstrich deutlich drücken.
Die Kosten der Malerarbeiten richten sich zudem auch stark nach der gewünschten Qualität der Farben. Hochwertige Farben kosten viel Geld und günstige Farben zu kaufen, um Geld zu sparen, zahlt sich meistens nicht aus. Billige Farben decken erst nach häufigen überstreichen. So wird mehr Wandfarbe benötigt und die Arbeitszeit erhöht sich. Malerbetriebe arbeiten am liebsten mit Ihren eigenen Farben. Es wird auf Qualität gesetzt, damit der Arbeitsaufwand gering ausfällt.
Denn grundsätzlich richten sich die Malerkosten nach dem Arbeitsaufwand, den der Maler mit den Wänden hat:
Findet der Anstreicher beispielsweise einen optimalen Untergrund vor, kann er sofort mit den Arbeiten beginnen und hat einen geringeren Gesamtaufwand.
Müssen Decken, Wände oder Fassaden dagegen erst vorbereitet und mit der richtigen Grundierung behandelt werden, steigen die Kosten.
Der Anstrich einer Tür kostet im Normalfall extra.
Hin und wieder sind die Aufwände größer, was sich auch im Preis widerspiegelt.
Zusätzliche Anstreichen Kosten bei schwierigen Wänden
Streichen und Tapezieren gehören zu den Arbeiten, die gerne selbst übernommen werden. Ein professioneller Anstreicher ist jedoch vor allem bei umfangreichen Arbeiten besser geeignet. Bestimmte Wände und Untergründe sind nämlich nicht so leicht zu streichen und benötigen mehr Aufwand. Einige Steinsorten, Gipskarton oder Spanplatten sind beispielsweise sehr saugfähig. Diese Wände müssen vor dem Streichen zunächst mit einer Grundierung angestrichen werden, damit die Farbe nicht verschluckt wird. Lackfarben können nicht einfach überstrichen werden. Lackfarben bieten keine Haftung und stoßen die neue Farbe ab. Hier muss der Maler die Wand zunächst anrauen, damit der Untergrund tragfähig wird.
Die Preise für Malerarbeiten sind bei Rauchwohnungen oder nach einem Wohnungsbrand höher. Hier kann keine normale Farbe verwendet werden. Um die Rauchrückstände richtig zu überdecken, muss der Maler eine spezielle Nikotinsperre verwenden. Werden die Wände mit normalen Farben gestrichen, schimmert die gelbe Farbe nach einiger Zeit wieder durch. Allerdings sind Farben mit Nikotinsperre teurer als normale Farben.
Unter Umständen lassen sich Profis auch die Anfahrtswege bezahlen. Lassen Sie sich daher immer Kostenvoranschläge geben und fragen Sie, ob der Preis pro Quadratmeter auch wirklich alle Kosten abdeckt.
Beim Wände Streichen Kosten einsparen
Bevor der Maler mit dem Streichen der Wände anfangen kann, müssen die richtigen Bedingungen dafür geschaffen werden. Wenn sich in der Wohnung Möbel befinden, müssen diese verrückt und mit Folie geschützt werden. Wenn Sie das nicht selbst übernehmen, kostet das oft extra.
Der Boden, Steckdosen, Lampen, Paneelen, Fußleisten und Türrahmen müssen ebenfalls abgeklebt werden, damit sie vor der Farbe geschützt sind. So kann der Maler schneller arbeiten und nach der Arbeit muss nicht gereinigt oder Farbreste abgekratzt werden. Eigeninitiative kann die Kosten für das Streichen der Wände herabsenken. Ziehen Sie gerade aus der Wohnung aus, sollten die Malerarbeiten erst beginnen, wenn die Wohnung freigeräumt ist. Das spart Zeit und Geld.